So einfach lassen wir uns nicht wegspülen!
Nach zahlreichen Vorbereitungstreffen und Wochenenden sollte es dieses Jahr für die TeilnehmerInnen des Cadetkurses zum Sommerlager nach Belgien gehen auf den Zeltplatz "De Kluis". In einem relativ kurzem Zeitraum stellten wir fest, dass dieser ausschließlich von NiederländerInnen ,sagen wir mal eingenommen oder besetzt war und wir als "Deutsche" ziemliche Exoten darstellten. Positiv gesehen stärkten wir den Multikulturismus auf dem Zeltplatz gewaltig. Da sich auch so niemand recht traute ein lautes "Ohne Holland fahrn wir zu WM!" zu singen hatten wir ein recht freundliches und entspanntes Verhältnis zu unseren Nachbarn, das durch einige Kontakte noch verstärkt wurde.
Erst einmal angekommen ging es dann daran uns an den Küchenkonstruktionen zu versuchen wobei zum Glück keine Gruppe gescheitert ist. Man könnte aber erwähnen, dass die Tischplatten durch eine Schieflage oder recht hohem Anbau (Stehtisch verdächtig) recht kurios aussahen.
Es sollte dennoch für das Kochen, Essen und die Selbstversorgung reichen. Schnell wurden noch ein paar Sonnensegel aufgespannt und fertig waren unsere Lagerkonstruktionen. An dieser Stelle: Die Sonnensegel fungierten während des Lagers in Belgien eher als Regensegel ...
Es regnete, es nieselte, es goss in Strömen ...
Doch wir sind ja nicht aus Zucker (sondern höchstens aus Nutella...) und trotzten dem Regen, der uns auch hin und wieder für ein paar Stunden verschonte. Obwohl es schon soweit kam, dass wir abends unser Programm unterbrechen mussten, um Gräben um die Zelte zu ziehen. Andernfalls wären wir vielleicht weggespült worden. Hier stellte sich heraus, dass nicht jedes Zelt unbedingt "regenfest" war.
Um uns bestmöglich auf das LeiterIn-Sein vorzubereiten hatte das Au-Wei Team (das für die Ausbildung zur LeiterIn zuständig ist) zahlreiche pädagogische Einheiten für uns bereit gelegt. Diese umfassten mehrere Bereiche wie zum Beispiel die Mitbestimmung der Kinder in den Gruppenstunden und die Arbeit der Eltern in den einzelnen Stämmen.
Auch auf dem Bereich des Rechtes konnten wir uns fortbilden. Außerdem hatten wir die Ehre, dass unsere Diozösanvorsitzende höchstpersönlich vorbei kam um uns über die Strukturen der PSG aufzuklären.
Neben dem theoretischem Teil durfte auch das Praktische nicht fehlen und so stellten wir Gruppenstunden nach (mit zugegebener Weise höchst aggressiven Wichteln), Elterngespräche und lernten etwas über die verschiedenen pädagogischen Stile.
Alles in allem haben wir in diesem Cadtekurs sicher viele Erfahrungen gemacht, eine Menge gelernt und hoffen das jetzt bestmöglich in die Gruppenstunde einbringen zu können, damit sich unsere Wichtel, Pfadis und Caras auch daran erfreuen können...
Pauline Schinkels, Stamm Krefeld
