Berichte & Fotos

urSPRUNG 2010

Zu dem internationalen Pfadfinderlager Laxenburg haben wir dankenswerterweise gleich zwei begeisterte und begeisternde Berichte.

urSPRUNG 2010

Unter diesem Motto stand das diesjährige Sommerlager im August in Österreich das zu deren 100-jährigem Pfadfinderjubiläum stattfand. An dem Lager nahmen sowohl österreichische Wichtel, Pfadis, Caravelles und Ranger als auch Caravelles und Ranger aus vielen anderen Nationen teil. Die Gruppen mit dem längsten Weg zum Lager kamen aus Mexiko und Hongkong.

Als Vertreter der PSG fuhr die Aachener Diözese mit Caras, Rangern und einigen LeiterInnen am 01.08. nachmittags los in Richtung Österreich. Nach einer kurzen Zugfahrt nach Köln starteten wir dann unsere 13-stündige Nachtfahrt bis nach Wien. Dort angekommen fuhren wir nach kurzen Zug-Schwierigkeiten mit dem Shuttlebus zum Zeltplatz, wo wir uns unseren Platz suchten und unsere Zelte aufbauten. Da der komplette Platz in mehrere Teile unterteilt war und die Caras genau wie die Ranger jeweils einen eigenen Teil hatten, mussten wir unsere Gruppe aufteilten und besiedelten zwei verschiedene Plätze. Aber zur Entschädigung trafen wir in jedem Unterlager auf unsere österreichische Partnergruppe mit der gemeinsam die beiden Unterlager stattfanden.

Die ersten beiden Tage im Lager dienten zum Aufbau von Zelten, Konstruktionen, sonstigen Bauten und natürlich dazu, die Österreicher kennen zu lernen, mit denen wir zusammen campierten. Am zweiten Abend war eine Willkommensfeier geplant, die auf einer Bühne etwas außerhalb der Zeltplätze stattfinden sollte. An dieser Feier nahmen alle 6600 Teilnehmer sowie 1000 Leiter des Planungs- und Organisationsteams teil - ein ziemlich beeindruckender Anblick, so viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder auf einmal zu sehen!

In den nächsten Tagen erwarteten uns einige interessante und vor allem gut geplante Aktivitäten. Sehr spannend waren die mehrtägigen Outdooractivities für die Ranger. Hierbei gab es viele verschiedene Sachen, für die man sich im Vorfeld anmelden musste. Für die Ranger waren das Angebote, wie z.B. Segeln gehen, eine Radtour machen, unterschiedliche Hajketappen und vieles mehr. Die Caras hatten eigene Aktivitäten, an denen sie in ihren Gruppen teilnahmen. Unsere Caras fuhren z.B. mit dem Fahrrad zu einem See, an dem sie gezeltet haben. Dabei mussten sie auf Grund eines Unwetters von den Lagerleitern "evakuiert" werden. Dabei muss man betonen, dass sich die Lagerleitung wirklich sehr gut um unsere Caras gekümmert hat.

Eine weitere sehr coole Aktion bei den Rangern war das "Wurstsemmel-Monopoly". Das Spiel ist etwas zu kompliziert gewesen, um es hier komplett zu erklären, deshalb fasse ich mal das Wichtigste zusammen: Es gab sechs Handelsstationen, quer verteilt in der Innenstadt von Wien. Um diese Stationen herum konnte man viele Aufgaben bearbeiten und sich dadurch Lebensmittel-Karten verdienen. Diese Lebensmittel-Karten konnte man am Ende des Spiels gegen Spezialitäts-Karten tauschen. Außerdem liefen in Wien noch sehr viele gut verkleidete Leiterinnen und Leiter rum, bei denen man sich auf verschiedene Weise auch Karten verdienen konnte. Das Spiel umfasste noch einiges mehr und ging über acht Stunden. 1200 Pfadfinderinnen und Pfadfinder nahmen daran teil und ich denke, alle hatten sehr viel Spaß dabei.

Außerhalb der geplanten Aktivitäten konnte man sich im Lager noch mit seiner Gruppe für andere Sachen anmelden. So besuchten wir beispielsweise mit unserer ganzen Gruppe das 4D-Kino, das in dem Lager aufgebaut war. Spätestens nach diesem Besuch waren bestimmt alle davon begeistert, was die Lagerleitung in den vier Wochen vorher alles aufgebaut hatte. Mit unserer Gruppe nahmen wir noch an einem weiteren Lagerangebot teil, dass sich "PARKur" nannte. Dabei musste man in 100 Minuten vier verschiedene Stationen durchlaufen und anschließend durch den Schlamm zurück robben. Mit unserer gesamten Gruppe verbrachten wir zusätzlich noch einen schönen und erholsamen Tag in Wien, an dem wir noch Zeit hatten die Stadt etwas besser kennen zu lernen. Die letzte große Aktion in dem Lager war die Abschiedsparty am letzten Abend, die unter anderem durch gute Livemusik für viel Spaß sorgte.

Fast alle Programmpunkte und auch unsere Freizeit, verbrachten wir zusammen mit unserer österreichischen Partnergruppe, die wirklich sehr nett war. Wir haben zusammen ein gut funktionierendes Lagerleben auf die Beine gestellt. Wir haben gemeinsam gekocht und auch viele lustige Abende am Lagerfeuer mit österreichischen/deutschen Spielen und Liedern verbracht. Dabei haben wir viele gute Freundschaften geschlossen, die auch teilweise durch einen Halstuchtausch besiegelt wurden.

Man kann den LeiterInnen und OrganisatorInnen des Lagers nur einen großen Dank aussprechen. Sie haben uns, zusammen mit unseren tollen LeiterInnen, ein Erlebnis geschenkt, an das wir uns alle wahrscheinlich noch lange und gerne erinnern werden ...

Niklas Herff


Die PSG Aachen beim UrSPRUNG 2010 Austrian Jubilee Jamboree

Dieses Jahr wurde die Pfadfinderbewegung Österreichs 100 Jahre alt und veranstaltete ein urgroßes Zeltlager in Laxenburg (nein, nicht Luxemburg, sondern ein kleines Örtchen in der Nähe von Wien) und lud dazu Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt ein. Insgesamt kamen 7.600 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 28 Ländern, die gemeinsam in den zwei Wochen 26.000 Semmeln, 36 Tonnen Obst und Gemüse, 30.000 Eier und 65 Schweine verspeisten.

Auch die Caras und Ranger der Diözese Aachen freuten sich sehr über diese Einladung und waren gespannt welche Nationen sie dort treffen würden. Nach vielen Vorbereitungen ging es dann endlich Anfang August los. Die Caras und Ranger genossen die Fahrt im Nachtzug, in dem einige von ihnen sogar den Luxus von Betten hatten.

Nachdem es alle geschafft hatten, den Zug im zweiten Anlauf zu verlassen und in Laxenburg angekommen waren, wurden sie vom Vortrupp begrüßt und machten sich nach einer kurzen Verschnaufpause an den Aufbau der Zelte. Dabei entstand dann auch der erste Kontakt zu unsere österreichischen Partnergruppe, mit deren Gaffertape wir selbst Zelte ohne Gestänge aufbauten und später dann lernten "If you can't fix it with Gaffer, you haven't used enough." Nachdem dann unsere Konstruktionen endlich standen, begannen wir mit der Vorbereitung unseres Abendessens. Weil wir im Lager immer auf Gas kochen, war es sehr spannend von unserer österreichischen Partnergruppe zu lernen, wie man auf offenem Feuer kocht.

Als wir am nächsten Morgen ein wenig verschlafen aus unseren Zelten heraus blickten und uns die Sonne begrüßte, ließ das bei jedem von uns die Vorfreude auf zwei wunderbare Wochen aufkommen.

Bis zum Abend wurden dann noch die letzten Verschönerungen an den Konstruktionen vorgenommen, so dass alles fertig war, als es zusammen mit unseren Österreichern zur großen Eröffnungsfeier ging. Halstuchschwenkend wurde das Lager dann feierlich eröffnet und alle waren beeindruckt von dem riesigen rot gekleideten Menschenmeer.

Für die nächsten Tage waren "Offsite Activities" sowohl für die Caras als auch die Ranger geplant. Für mehrere Tage gings in die Berge zum Wandern, zum Survival oder mit den Fahrrädern an einen See zum Floßbau. Trotz des Regens, kaputter Brillen und Blasen hielten die meisten tapfer durch.

In den nächsten Tagen fanden verschiedene Aktionen auf dem Lagerplatz statt. Es gab ein großes Geländespiel, ein 4-D Kino, einen Parcour aus dem alle Teilnehmer vollkommen verschlammt hinauskamen und verschiedene Workshops, so dass keine Langeweile entstand. Zur Abkühlung wurde auch das Schwimmbad besucht.

Highlight für die Rangers war ein Ball im Schloss von Laxenburg, bei dem die Ballkleider und Anzüge ausgepackt wurden und bis spät in die Nacht getanzt wurde. Trotz 1200 schmutziger Ballschuhe war der Ball urcool. Außerdem gab es noch das WurSTSEMMEL Monopoly in Wien, bei dem alle Ranger einen Tag lang versuchten, möglichst viele typische Zutaten für Wienerspezialitäten in verschiedenen Spielen zu gewinnen.

Da die Caras bisher noch nichts von Wien gesehen hatten und die Ranger gerne noch einmal diese urtolle Stadt besuchen wollten, wurde ein Tag genutzt, um zusammen mit unserer österreichischen Partnergruppe als Fremdenführer Wien zu erkunden.

Am Ende des Lagers waren alle sehr traurig, sich von ihren neu gewonnenen Freunden verabschieden zu müssen. Aber alle sind sich einig: Das Lager war "ur-leiwand".

Saskia Zambanini,
Caravellereferentin

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