29.06.2015 - 05.07.2015

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön!

Cara-Ranger-Segeltörn

Fröhlich, erwartungsvoll und hochmotiviert kaperten Caras, Ranger und Leiter am 29. Juni 2015 das Segelschiff Anna van Elburgh, das im Hafen von Kampen lagerte und somit leichte Beute war. Die PSG-Flagge sowie die selbstgemachte pinke Piratenflagge wurden gehisst, Käpt´n Peter und Matrosin Mell konnten schnell von unserer Mission „Erkundung des Ijsselmeers und der niederländischen Wattenmeerinseln“ überzeugt werden und los ging die Reise. 

Schnell merkten die Pfadfinder jedoch, dass sie nicht einfach nur das herrliche Wetter genießen und in der Sonne auf Deck liegen konnten, sondern auch ordentlich ins Schwitzen kommen sollten. Unter anderem, da „Anna“ stolze Besitzerin von 4 Segeln war:  Klüversegel, Focksegel, Hauptsegel und Besansegel (von Bug (vorne) nach Heck). Um die Segel nach oben zu ziehen, war viel Muskelkraft nötig, denn das Hauptsegel wiegt beispielsweise 850kg. Aber auch die Schwerter zu beiden Seiten des Plattbodenschiffes mussten bei einer Wende runtergelassen bzw. hochgekurbelt werden. Wir versuchten so gut es geht aus den niederländisch-deutschen Anweisungen der Besatzung schlau zu werden, um bei den vielen Seilen das Richtige ziehen zu können.

Der erste Tag brachte uns in den Hafen des Dörfchens Urk, wo wir uns im angenehm salzfreien Ijsselmeer abkühlen und den Sonnenuntergang vor dem schönen kleinen Leuchtturm genießen konnten.

Weiter ging es am nächsten Tag in Richtung Afsluitdijk – einem Deich, der das Ijsselmeer von der Nordsee trennt. Kurz vor unserem nächtlichen Halt legten wir Anker für einen Schwimmstopp. Mit einem Seil konnten wir uns vom Bug des Schiffes schwingen, um dann mehr oder weniger elegant ins Wasser zu plumpsen. Nach dem Badespaß ging es weiter zum Ort Makkum, der kurz vor der Schleuse zum Wattenmeer liegt. Diese passierten wir am nächsten Tag auf dem Weg zur Nordseeinsel Terschelling. Nach einem Nachmittag am Strand und vielen Krebsen im Wasser, verbrachten wir den Abend mit Kreis- und Bewegungsspielen in den Dünen.

Am nächsten Nachmittag ging es wieder zum Festland nach Harlingen, wo wir von drei Seiten von einem Gewitter eingekesselt wurden und grandiose Blitze beobachten konnten.

Freitagmorgen ging es dann zur nächsten Insel, nach Vlieland. Wir hatten Glück, denn genau an diesem Tag fand dort die berühmt berüchtigte PSG-Strandolympiade statt, bei der sich die Caras und Ranger in Disziplinen wie tiefstes Loch, höchste Burg, Staffellauf mit Partner auf dem Rücken, Teebeutelweitwurf, schönste Sandskulptur und schnellstes Einbuddeln von 2 Leuten messen konnten.

Am vorletzten Tag unserer Reise mussten wir uns leider wieder in Richtung Ijsselmeer aufmachen. Zum Abschluss hielten wir direkt hinter der Schleuse an einem einsamen Steg an, um unsere Reise nach einem letzten Bad im Ijsselmeer mit einem Grillfest würdig zu beenden. Am nächsten Morgen wurden schweren Herzens die Taschen wieder gepackt und ein letztes Mal die Segel gesetzt, um zu unserem Zielhafen Stavoren zu gelangen.

Wir hatten eine grandiose Woche mit wunderbarstem Sommerwetter, bei dem wir viel Spaß hatten und viel gelernt haben. Neben der Segelarbeit und den Gruppenaktionen blieb oft  auch noch genug Zeit um an Deck zu entspannen, viele Freundschaftsbändchen knüpfen und neue Freundschaften zu schließen. Nun sind wir schon gespannt auf die nächste Reise und die Abenteuer, die uns dort erwarten werden! Ahoi!

(Kim Geffroy)

 

Ijsselmeer

 
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